Kennzeichen-Historie

Die Kennzeichen-Historie

In der Kennzeichen-Historie hat sich das Aussehen der Kennzeichen mehrmals gewandelt.

In der Kennzeichen-Historie hat sich das Aussehen der Kennzeichen mehrmals gewandelt.

Eines der ersten bekannten Kfz-Kennzeichen in der Kennzeichen-Historie ist das von Behörden bereits am Ende des 19. Jahrhunderts vorgeschriebene, Nummernschild für Fahrräder.

Zweck des Kennzeichen war es damals Fahrerflucht bei Unfällen zu vermeiden in denen Fahrräder verwickelt waren. Sie waren abhängig von der Region unterschiedlich gefärbt.

In der heutigen Zeit wäre eine wieder Einführung eines derartiges Kennzeichen an einem Fahrrad mitunter sicher auch hilfreich, insbesondere bei Fahrradfahrern die ohne Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer fahren.

Entwicklung der Kennzeichen im Laufe der Geschichte

Schon im alten Rom gab es an den Streitwagen Nummerierungen.

Das erste Kennzeichen für Autos wurde 1896 in Baden eingeführt und im gleichen Zuge wurden auch Regeln festgelegt die in allen Ländern des deutschen Reiches galten. Der Aufbau der damaligen Kennzeichen unterschied sich gegenüber den uns heute bekannten. So fingen die Kennzeichen dieser Zeit mit einer römischen Ziffer an. Zu diesem Zweck erhielt jedes Land in Deutschland erhielt eine eigenen Ziffer. Zu der Zeit waren ca. 10.110 PKWs, 960 LKWs und knapp 16.000 Krafträder zugelassen.

Nach der römischen Ziffer folgte ein großer Buchstabe, welcher den jeweiligen Verwaltungsbezirk repräsentierte. Abschließend folgte eine fortlaufende Nummerierung bei der Vergabe der Kennzeichen für KFZ.  I für Preußen, II für das Königreich Bayern bis zu römisch VI für das Reichsland Elsaß-Lothringen. Darauf folgte ein lateinischer Buchstabe für den Bezirk der Verwaltung wie I A für Berlin, II A für München oder III A für Stuttgart. In Sachsen verzichtet man auf den lateinischen Buchstaben.

Kennzeichen die bis heute erhalten geblieben sind

Aus der damaligen Zeit sind auch einige KFZ-Abkürzungen geblieben wie beispielsweise HH für die Hansestadt Hamburg oder Bremen (HB) und Lübeck (HL). In der Besatzungszeit nach dem 2. Weltkrieg erfolgte eine Reform der Kennzeichenvergabe, in der Form dass jede Besatzungszone eine andere Hintergrundfarbe erhielt.

Kennzeichen-Historie nach dem 2. Weltkrieg

In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg wurden die Kennzeichen in Deutschland abhängig von den 4 Besatzungszonen farblich unterschieden. So gab es:
  1. Schwarze auf rotem Hintergrund in der französischen Zone
  2. Schwarze auf blauem Hintergrund in der britischen Zone
  3. Schwarze auf orangenem Hintergrund in der amerikanischen Zone
  4. Schwarze auf weißem Hintergrund in der sowjetischen Zone

Im Jahr 1948 wurden durch die Alliierten einheitliche Kennzeichen mit schwarzem Hintergrund und weißer Aufschrift in Kennzeichen-Historie Deutschlands eingeführt. Sie begannen mit 2 Buchstaben für den Bezirk der Verwaltung. So stand AB für die amerikanische Besatzungszone und BR für die britische Besatzungszone. Man hielt dieses Vergabesystem bei bis in der Bundesrepublik Deutschland bzw. der DDR nachfolgende eigene eingeführt wurden.

Aufgrund der rasch zunehmenden Motorisierung seit 1949 war absehbar, dass das bisherige KFZ-Kennzeichen-System schnell an eine Grenze der möglichen vergebbaren Kennzeichen-Kombinationen stoßen würde. Im März 1956 trat eine Verordnung zur Veränderung des Verkehrsrechts für die Bundesrepublik Deutschland und Westberlin in Kraft. Es wurde eine neues Nummernschild-System eingeführt, dass in seiner grundlegenden Regelung noch heute Bestand hat und nach der Wiedervereinigung auch auf die neuen Bundesländer angewandt wurde.

Aufbau der Kennzeichen heute

So ist der grundlegende Aufbau aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer bis heute aktuell.

Das Unterscheidungszeichen steht hier für den Ort der der zulassenden Stelle mit bis zu 3 Buchstaben und die Erkennungsnummer kann 1-2 Buchstaben und bis zu 4 Ziffern haben. In der Summe darf jedoch die Gesamtzahl von 8 Zeichen nicht überschritten werden. Außerdem muss Platz zwischen Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer vorhanden sein für die Anbringung von Prüfplakette bzw. Dienstsiegel.

Zur Zeit gibt es in Deutschland 2 verschiedene Versionen von Kennzeichen. Zum einen welche mit der alten DIN-Schrift von 1956 und zum anderen die neuen EU-Kennzeichen mit der FE-Schrift die fälschungserschwerend ist. Bei dieser Schriftart sind die Buchstaben nicht proportional, so dass auch bei einem teilverdeckten Autokennzeichen noch die Aufschrift abgelesen werden kann. Die Buchstaben sind so deutlicher zu lesen für automatische Kennzeichenerfassungssysteme per Kamera für Maut etc. und schwerer zu fälschen. Aber auch die mögliche Kombinationen bei Wunschkennzeichen sind durch die Einführung der FE-Schrift gestiegen. Da die Buchstaben B, F, G, I, O und Q für die Erkennungsnummer gewählt werden können was zuvor aufgrund von Verwechslungsgefahren nicht möglich war. Aber auch auf das internationale Länderkennzeichen kann bei Fahrten innerhalb der EU verzichtet werden da das LandeskürzelD“ in den EU-Kennzeichen integriert ist.

Seit 1989 werden reflektierende Kennzeichen genutzt die die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen sollen da sie das Licht anderer Fahrzeuge reflektieren, auch wenn das Fahrzeug an dem sie angebracht sind ohne Licht bei schlechter Sicht oder Dämmerung fährt. Hier bilden die Kennzeichen der Bundeswehr eine Ausnahme da man aus taktischen Gründen auf die bessere Sichtbarkeit der Kennzeichen verzichtet.

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