Erste Hilfe

Erste Hilfe

Die stabile Seienlage gehört zu den gängigen Erste-Hilfe-Maßnahmen am Unfallort.

Die stabile Seienlage gehört zu den gängigen Erste-Hilfe-Maßnahmen am Unfallort.

Der Erste-Hilfe-Kurs gehört in Deutschland zu den Voraussetzungen einen Führerschein zu erlangen. Zu den ersten Maßnahmen gehören die Unfallstelle zu sichern, weitere (professionelle) Helfer zu alarmieren sowie die Einleitung von erste Hilfe Maßnahmen wie eine Wiederbelebung, Reanimation.

Reagiert eine Person nicht auf Reize und Ansprache und atmet so so ist sie bewusstlos und sollte in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Ist eine Person bewusstlos sie verfügt sie über keine Schutzreflexe. Die Muskulatur ist schlaff und die Zunge fällt so bei ein einer Rückenlage nach hinten und kann die Atemwege verschließe. Auch Erbrochenes oder Blut können leicht in die Atemwege gelangen und so zu Ersticken führen.

Zunächst rüttelt man die Person man die Person vorsichtig an der Schulter, reagiert sie nicht, ist sie bewusstlos und man ruft Hilfe herbei. Die Atmung kann überprüft werden in dem man den Kopf der Person nach hinten neigt und das Kinn anhebt, man öffnet den Mund und entfernt Fremdkörper. Man nähert sich mit der Wange dem Mund und Nase des Verletzen und kann so Luftzug und Atemgeräusche wahrnehmen.

Auch ein Senken und Heben des Brustkorbes und Bauch sind ein Zeichen für die Atmung.

Atmet die Person und ist bewusstlos wird sie in die stabile Seitenlage gebracht. Dabei wird die Person auf die Seite gedreht das sie stabil liegt.

Man kniet sich neben den Verletzten und winkelt einen Arm nach oben ab an der körpernahen Seite. Dann wird der Arm der körperfernen Seite komplett unter den Brustkorb gelegt und das körperferne Beine angewinkelt. Nun setzt man dan dem Knie des angewinkelten Beines an und zieht den Verletzten zu sich rüber. Er rollt nun auf die Seite und man überstreckt den Kopf, öffnet den Mund und legt die Hände nah an den Körper.

Liegt keine Atmung vor so sollte eine Herz-Lungen-Wiederbelebung eingeleitet werden.

  1. Wichtig ist es bei einem Unfall mit Personenschäden ruhe zu bewahren und
  2. Die lebenswichtigen Funktionen des Verletzten ständig zu kontrollieren
  3. Den Notruf 112 oder 110 zu rufen Den Verletzten mit einer Rettungsdecke wärmen, auch von unten
  4. Den Verletzten psychisch betreuen, mit ihm reden, über den streichen, beruhigen, er muss merken, dass man sich um ihn kümmert und Hilfe naht.

Herz-Lungen-Wiederbelebung

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist bei aussetzender Atmung lebensrettend und wird im 30:2-Rhythmus durchgeführt.

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist bei aussetzender Atmung lebensrettend und wird im 30:2-Rhythmus durchgeführt.

Die Reanimation setzt voraus, dass ein Herzstillstand eingetreten ist, Anzeichen hierfür sind fehlende Atmung und andere Lebenszeichen. Ist das Gehirn wenige Minuten lang ohne Sauerstoff versorgt sterben die ersten Gehirnzellen ab. Daher ist hier Eile geboten.

Die Chancen für eine erfolgreiche Wiederbelebung sind umso höher je früher man mit der Herzdruckmassage beginnt. Diese sollte auf einer möglichst harten Unterlage durchgeführt werden auf die man den Verletzten lagert.

Man sollte keinesfalls aus Angst was falsch zu machen auf eine Reanimation verzichten.

Dabei geht man bei der Herzdruckmassage wie folgt vor:

  • Man kniet neben dem Verletzten und macht die Atemwege frei, hebt das Kinn an und überstreckt den Kopf.
  • Der Ballen einer Hand wird auf die Mitte der Brust gelegt, den anderen darüber. Nun werden die Finger ineinander verschränkt und es liegt nur ein Handballen auf der Brust der Person auf.
  • Jetzt drückt man mit gestreckten Armen und geradem Rücken den Brustkorb 5 bis 6 cm ein. Nach jedem Drücken entlastet man den Brustkorb komplett. Es werden 2 Kompressionen je Sekunde durchgeführt.
  • Nach 30 Mal Drücken wird der Kopf wieder überstreckt und man versucht die Atemwege frei zu machen

Nun folgt das Beatmen. Hierzu atmet man normal ein und bläst dann gleichmäßig in Mund oder Nase.

  1. Bei der Mund-zu-Mund-Beatmung verschließt man mit dem Daumen und Zeigefinger die Nase indem man eine Hand auf die Stirn der Person legt. Der Mund wird auf den leicht geöffneten Mund gesetzt und langsam beatmet.
  2. Bei der Mund-zu-Nase-Beatmung hält eine Hand den Unterkiefer und man drückt mit dem Daumen dieser Hand den Mund zu. So kann die Luft nicht durch den Mund entweichen. Sie legen jetzt den Mund um die Nase des Opfers und beatmen es langsam.

Ob die Beatmung erfolgreich war merkt man wenn man sieht wie der Brustkorb sich beim entweichen senkt, hierzu dreht man einfach den eigenen Kopf zu Seite.

Anschließen folgt sofort wieder eine Herz-Druck-Massage.

So wechselt man im 30:2 – Rhythmus. Man drückt 30 Mal auf den Brustkorb und beatmet dann 2 Mal immer wieder im Wechsel.

Diese Methode ist die Ein-Helfer-Methode. Bei der 2-Helfer-Methode wird sie von 2 Personen ausgeführt. So drückt man 30 Mal auf die Brust und es folgen wieder 2 Beatmungsversuche. Bei 2 Helfern befindet sich jeder auf einer Seite des Verletzten und man kann im Wechsel Beatmen und Drücken.

Auch ein Wechsel der Helfer ist wichtig, da eine Ermüdung droht und eine Wiederbelebung effektiver ist mit frischen Kräften.

Ist ein Defibirllator verfügbar so sollte man ihn anwenden und nach jeder Schockgabe mit der Wiederbelebung im 30:2-Rhythmus fortsetzen.

Die Herzdruckmassge ist sehr wichtig und sollte nur kurz unterbrochen werden. Sie kann den Kreislauf aufrecht erhalten und so den Transport von Sauerstoff zu den Gehirnzellen durch das Blut sichern.

Man sollte ausreichend fest drücken und keine Angst davor haben etwas falsch zu machen.

Hilft man einem Unfallopfer nicht so spricht man von einer Straftat, der unterlassenen Hilfeleistung.

Erste Hilfe leisten

Ein Erste-Hilfe-Kasten, Verbandskasten gehört zur Grundausstattung jedes Autos.

Ein Erste-Hilfe-Kasten, Verbandskasten gehört zur Grundausstattung jedes Autos und muss regelmäßig erneuert werden bzw. seine ablaufende Inhalte wie sterile Verbände und Wundpflaster

Kommt es zu Problemen in der Brust mit Atemnot, Schmerz, veränderten Atemgeräuschen empfiehlt sich ein hohes Lagern des Oberkörpers. Enge Kleidung wie Gürtel, Krawatten sollten gelockert werden. Eine blau-graue Haut, unregelmäßiger Puls, Hustenattacken können Anzeichen für Probleme mit der Atmung sein.

Liegen Herzmuskelschwäche, Infarkte vor sollte das verschrieben Präparat eingenommen werden. Auch bei Asthma, erkennbar an rasselnden Geräuschen beim Ausatmen. Kam es zu einem Insektenstich im Mund-Rachen-Raum so muss man von innen und außen gut kühlen. Wurde etwas verschluckt so kann bei einem herunter gebeugtem Oberkörper leicht auf die Schulterblätter geschlagen werden zur Hilfe.

Kommt es zu Blutverlust so muss die Wunde abgedrückt werden bzw. das stark blutende Körperteil wie Bein oder Arm hochgehalten werden. Wichtig ist die Verwendung von keimfreien Verbandmaterial und Handschuhen. Schwellungen an Knochen, Gelenken, Muskeln müssen gut gekühlt werden.

Gibt es Probleme mit dem Kopf wie Kopfschmerzen etc. sollte dieser hoch gelagert werden. Auch Kühlung ist bei einem Sonnenstich oder Hitzschlag wichtig. Kommt es zu Problemen im Bauch so empfehlen sich Knie- und Nackenrollen für die Lagerung bist professionelle Hilfe eintrifft.

Die Erste Hilfe ist eine lebensrettende und gesundheitserhaltene Sofortmaßnahme die leicht erlernbar sist und bei medizinischen Notfällen, Kreislaufstillständen, Atemstillständen etc. angewendet werden kann. In der Rettungskette übernehmen so Ersthelfer die Alarmierung und Sicherung der Unfallstelle sowie die Betreuung des Patienten bis die professionelle Hilfe eintrifft.

Schon in der römischen Legion gab es die Funktion des Capsarius der Verwundete versorgte und sie zum Lazarett brachte. Erste Ausbildungen zur ersten Hilfe wurden durch den preußischen Militärarzt Friedrich von Esmarch 1870 durch geführt.

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