Zulassung online

Zulassung online

Die Zulassung online soll Kosten und Zeit sparen.
Die Zulassung online soll Kosten und Zeit sparen.

Nicht nur beim Neuwagenkauf, auch beim Umschreiben eines Autos, der Mitnahme des Kennzeichens bei einem Halterwechsel oder einer Adressänderung steht der Gang zur KFZ-Zulassungsstelle an. Dieser soll durch ein internetbasiertes Verfahren unnötig werden.

Dazu werden vom Benutzer ein elektronischer Personalausweis und ein Kartenlesegerät benötigt oder alternativ die Android-App „AusweisApp2“ um sich gegenüber der Zulassungsstelle bei einem Antrag identifizieren zu können.

Den neuen dazu benötigten Personalausweis haben bereits 2/3 der deutschen Internetnutzer, ihn voll nutzen können aber nur ca. 6 %, da sie ein hierfür vorgesehenes Lesegerät haben. Alternativ zum Ausweis-Lesegerät kann auch ein Smartphone mit NFC-Funktion (Near Field Communication, Nahfeldkommunikation) mit entsprechender App dienen.

Alternative geeignete Verfahren müssen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI geprüft und freigegeben werden.

Bezahlt werden kann mit Kreditkarte oder Giropay. Allerdings muss man sich die Kennzeichen wie bisher auch selbst besorgen, beispielsweise per Post.

Durch die Online-Zulassung entfällt langes Warten und das Vereinbaren von Terminen bei der KFZ-Zulassung und -Ummeldung.

Möglichkeiten der Online-Zulassung

Möglichkeiten der Online-Zulassung
Möglichkeiten der Online-Zulassung

Die hierzu benötigte Verordnung wurde am 15.2.2019 von der Bundesregierung gebilligt. So können Halterwechsel, Adressänderungen, Neuzulassungen, Umschreibungen, Kennzeichenmitnahme einfach durchgeführt werden.

Die Verordnung gehört zum Projekt „internetbasierte Fahrzeugzulassung“ i-Kfz. Bisher, seit 2015, waren nur Abmeldungen über das Internet möglich sowie Wiederzulassungen, seit 1.10.2017, sofern Halter, Zulassungsbezirk und Kennzeichen unverändert blieben.

Beim neuen Verfahren werden die übermittelten Daten mit denen im Zentralen Fahrzeugregister gespeicherten abgeglichen und automatisiert überprüft.

Der Nutzer kann die Angaben bis zu 3 Mal korrigieren oder den Antrag mit unveränderten Daten elektronisch stellen. Sind für die Amtshandlungen gebühren fällig so müssen sie vorab bezahlt sein.

Wie bisher muss das Nummernschild geprägt werden, die Plakette die für eine gültige Zulassung nötig ist wird per Post verschickt und dann vom Halter selbst aufgeklebt.

Durch die neue Verordnung sind auch Fahrzeughersteller verpflichtet Datensätze aus EU-Übereinstimmungsbescheinigungen in digitaler Form zu übermitteln. Diese fahrzeugbezogenen Informationen werden dann in einer zentralen Datenbank beim Kraftfahrt-Bundesamt für die internetbasierte Zulassung aber auch für andere Arbeiten für die Ämter zur Verfügung gestellt.

Sollte sich das Verfahren etablieren so sollen etwa 3 Millionen Stunden an Zeitaufwand und somit ca. 20 Millionen Euro Sachaufwand entfallen für die Zulassungsbehörden.

Für gewerbliche Halter könnten sich bei der nächsten Stufes des Projekts i-Kfz Einsparungen von knapp 5 Millionen ergeben.

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