Die Autokennzeichen in Frankreich werden auf Französisch als plaques d’immatriculation bezeichnet. Seit 2009 gilt in Frankreich ein landesweit einheitliches Zulassungssystem. Französische Kennzeichen bestehen normalerweise aus zwei Buchstaben, drei Ziffern und zwei weiteren Buchstaben. Eine typische Kombination lautet beispielsweise AB-123-CD.
Anders als bei deutschen Autokennzeichen lässt sich aus der eigentlichen Buchstaben- und Zahlenkombination nicht erkennen, wo ein Fahrzeug zugelassen wurde. Die Nummer wird zentral und fortlaufend vergeben. Sie bleibt dem Fahrzeug grundsätzlich dauerhaft zugeordnet – auch bei einem Halterwechsel oder einem Umzug in eine andere Region.

Französische Nummernschilder haben einen weißen, reflektierenden Hintergrund und eine schwarze Beschriftung. Auf der linken Seite befindet sich ein blauer Eurostreifen mit den europäischen Sternen und dem internationalen Länderkürzel F für Frankreich.
Am rechten Rand befindet sich ein weiteres blaues Feld. Es zeigt eine frei wählbare Départementnummer und das Logo der dazugehörigen Region. Diese regionale Angabe ist jedoch nicht Teil der eigentlichen Zulassungsnummer und muss nicht dem Wohnort des Fahrzeughalters entsprechen.
Wie sind französische Autokennzeichen aufgebaut?
Das heute verwendete französische Kennzeichensystem heißt Système d’immatriculation des véhicules, kurz SIV. Für die meisten Fahrzeuge gilt das folgende Muster:
AB-123-CD
Das Kennzeichen setzt sich zusammen aus:
- zwei Buchstaben am Anfang,
- einem Bindestrich,
- drei fortlaufend vergebenen Ziffern,
- einem weiteren Bindestrich,
- zwei Buchstaben am Ende.
Die Kombination wird automatisch durch das zentrale Zulassungssystem vergeben. Fahrzeughalter können die Buchstaben oder Zahlen normalerweise nicht frei auswählen. Klassische Wunschkennzeichen wie in Deutschland gibt es daher nicht.
Das erste reguläre Kennzeichen des SIV-Systems lautete AA-001-AA. Nach Erreichen der Zahl 999 wird zunächst die hintere Buchstabengruppe weitergezählt. Später verändert sich auch die vordere Buchstabengruppe.
Einige Buchstaben und Kombinationen werden bei der Vergabe ausgelassen. Dadurch sollen Verwechslungen vermieden oder unerwünschte Buchstabenfolgen ausgeschlossen werden. Der Buchstabe O kann beispielsweise leicht mit der Ziffer 0 verwechselt werden.
Seit wann gilt das heutige Kennzeichensystem?
Das SIV-System wurde im Jahr 2009 eingeführt. Neue Fahrzeuge erhielten die neuen Kennzeichen ab dem 15. April 2009. Für Gebrauchtfahrzeuge wurde das System anschließend ebenfalls eingeführt.
Vorher galt das sogenannte FNI-System. Die Abkürzung steht für Fichier national des immatriculations. Kennzeichen dieses Systems enthielten am Ende eine Nummer für das Département, in dem das Fahrzeug zugelassen war.
Ein altes französisches Kennzeichen konnte beispielsweise folgendermaßen aussehen:
1234 AB 75
Die Zahl 75 stand dabei für Paris. Im Gegensatz zu den heutigen Kennzeichen war der regionale Bezug beim alten System somit Bestandteil der amtlichen Zulassungsnummer.
Alte FNI-Kennzeichen können weiterhin an Fahrzeugen zu sehen sein, solange noch kein Vorgang erfolgt ist, der eine Umstellung auf das SIV-System erforderlich macht. Wird einem Fahrzeug eine SIV-Nummer zugeteilt, erhält es eine neue Kombination im Muster AB-123-CD.
Bleibt das französische Kennzeichen beim Halterwechsel erhalten?
Eine nach dem SIV-System vergebene Nummer ist grundsätzlich dauerhaft mit dem Fahrzeug verbunden. Sie bleibt normalerweise erhalten, wenn:
- das Fahrzeug verkauft wird,
- der Halter innerhalb Frankreichs umzieht,
- ein neuer Fahrzeugbrief beziehungsweise eine neue Zulassungsbescheinigung ausgestellt wird,
- das Fahrzeug innerhalb Frankreichs den Besitzer wechselt.
Die Kennzeichennummer gehört somit zum Fahrzeug und nicht zum jeweiligen Eigentümer. Beim Verkauf nimmt der bisherige Halter das Nummernschild nicht mit zu seinem nächsten Fahrzeug.
Ausnahmen können beispielsweise bei einer endgültigen Abmeldung, einer Ausfuhr oder bestimmten behördlichen Änderungen bestehen.
Regionale Logos und Départementnummern

Auf der rechten Seite eines französischen Autokennzeichens befinden sich eine Départementnummer und das Logo der dazugehörigen Region. Dieses Feld erinnert an die regionale Zuordnung der früheren französischen Kennzeichen.
Die regionale Kennzeichnung wurde beibehalten, weil sich viele Menschen in Frankreich mit ihrem Département und ihrer Region stark verbunden fühlen. Ursprünglich war beim neuen SIV-System eine vollständig regionale neutrale Gestaltung vorgesehen. Nach öffentlicher Kritik wurde jedoch das zusätzliche Regionalfeld eingeführt.
Der Fahrzeughalter darf die Départementnummer grundsätzlich frei wählen. Sie muss weder dem Wohnort noch dem Ort der Fahrzeugzulassung entsprechen. Auch nach einem Umzug muss die regionale Kennzeichnung nicht geändert werden.
Wer beispielsweise in Paris wohnt, kann auf seinem Kennzeichen trotzdem die Nummer 13 für Bouches-du-Rhône oder die Nummer 06 für Alpes-Maritimes verwenden.
Zu beachten ist, dass Départementnummer und Regionslogo zusammengehören müssen. Ein beliebiges Regionslogo darf daher nicht mit einer Nummer aus einer anderen Region kombiniert werden.
Darf das Département mit einem Aufkleber geändert werden?
Die regionale Kennzeichnung muss Bestandteil des ordnungsgemäß hergestellten Nummernschildes sein. Sie sollte nicht nachträglich durch einen Aufkleber überdeckt oder verändert werden.
Wer eine andere Départementnummer verwenden möchte, sollte daher neue Kennzeichenschilder mit der gewünschten regionalen Kennzeichnung anfertigen lassen. Die eigentliche SIV-Zulassungsnummer bleibt dabei unverändert.
Haben Frankreichs Kennzeichen vorne und hinten dieselbe Farbe?
Bei heutigen französischen Autokennzeichen haben sowohl das vordere als auch das hintere Schild normalerweise einen weißen Hintergrund mit schwarzer Schrift.
Bis 2009 waren am Heck vieler Fahrzeuge noch gelbe Kennzeichen üblich. Ältere Fahrzeuge mit einer weiterhin gültigen Zulassung können deshalb vereinzelt noch mit einem weißen vorderen und einem gelben hinteren Nummernschild zu sehen sein.
Internationale Länderkennung F
Die internationale Länderkennung Frankreichs lautet F. Sie befindet sich im blauen Eurofeld am linken Rand des Nummernschildes.
Bei einem vorschriftsmäßigen EU-Kennzeichen ist daher innerhalb der Europäischen Union normalerweise kein zusätzlicher ovaler Länderaufkleber erforderlich. Bei älteren Kennzeichen ohne Eurofeld kann für Fahrten ins Ausland ein separates Nationalitätszeichen notwendig sein.
Abmessungen französischer Kennzeichen
Die Abmessungen unterscheiden sich abhängig von der Fahrzeugart und dem verfügbaren Platz am Fahrzeug. Bei Pkw ist ein längliches, einzeiliges Schild üblich. Daneben gibt es kompaktere oder zweizeilige Ausführungen, beispielsweise für:
- Motorräder und Motorroller,
- bestimmte Geländewagen,
- Importfahrzeuge mit abweichender Kennzeichenaufnahme,
- Anhänger,
- Fahrzeuge mit besonders schmalem oder hohem Kennzeichenbereich.
Die Buchstaben, Zahlen, Abstände und Abmessungen müssen den französischen Vorschriften entsprechen. Selbst angefertigte Schilder oder frei gestaltete Schriftarten sind nicht zulässig.
Kennzeichen für Motorräder und Mopeds
Auch Motorräder, Motorroller und Mopeds benötigen in Frankreich ein amtliches Kennzeichen. Für motorisierte Zweiräder ist heute grundsätzlich ein einheitliches Schildformat vorgesehen. Das Nummernschild wird am Heck des Fahrzeugs angebracht.
Neu vergebene Zulassungsnummern für Zweiräder folgen grundsätzlich ebenfalls dem SIV-System. Damit können sie eine Kombination im Muster AB-123-CD erhalten.
Die im früheren System verwendeten besonderen Mopedkombinationen mit einem abweichenden Aufbau werden nicht mehr neu vergeben. Ältere, noch gültige Zulassungen können jedoch weiterhin im Straßenbild vorkommen.
Sonderkennzeichen in Frankreich

Neben den regulären französischen Autokennzeichen gibt es verschiedene Sonderkennzeichen. Sie werden unter anderem für diplomatische Fahrzeuge, Händler, vorläufig zugelassene Fahrzeuge, historische Fahrzeuge und bestimmte steuerbegünstigte Fahrzeuge verwendet.
Polizei- und Militärfahrzeuge sind nicht in jedem Fall allein anhand eines besonderen Nummernschildes erkennbar. Viele staatliche Fahrzeuge verwenden reguläre SIV-Kennzeichen. Ihre Zugehörigkeit ergibt sich dann aus der Lackierung, den Hoheitszeichen oder der Fahrzeugbeschriftung.
Diplomatenkennzeichen in Frankreich
Französische Diplomatenkennzeichen unterscheiden sich deutlich von gewöhnlichen Nummernschildern. Sie besitzen üblicherweise einen dunkelgrünen Hintergrund. Die Beschriftung kann je nach Fahrzeugstatus orangefarben oder silberfarben ausgeführt sein.
Die Nummern und Buchstaben geben Hinweise auf das Entsendeland, die internationale Organisation und den diplomatischen Status des Fahrzeughalters.
Typische Buchstabenkürzel sind:
- CMD – Leiter einer diplomatischen Mission beziehungsweise Botschafter,
- CD – Mitglied des diplomatischen Personals,
- C – konsularisch genutztes Fahrzeug,
- K – bestimmtes nicht diplomatisches Personal einer Botschaft oder internationalen Vertretung.
Zusätzlich enthält das Kennzeichen eine Länder- oder Organisationskennung und eine fortlaufende Nummer. Der genaue Aufbau kann abhängig vom Status der Person oder Institution variieren.
Für bestimmte internationale Organisationen werden weitere Kennzeichnungen verwendet. Dazu gehören beispielsweise Fahrzeuge von Einrichtungen wie der UNESCO, der OECD oder dem Europarat.
Händlerkennzeichen mit dem Buchstaben W
Für Fahrzeuge von Händlern, Werkstätten und Fahrzeugherstellern gibt es in Frankreich besondere Kennzeichen der W-Serie. Sie können beispielsweise für Probefahrten, Überführungen und technische Erprobungen genutzt werden.
Eine solche Zulassung ist nicht dauerhaft an ein einzelnes Fahrzeug gebunden, sondern wird einem berechtigten Unternehmen für die gesetzlich vorgesehenen Zwecke zugeteilt.
Das Kennzeichen beginnt mit dem Buchstaben W und wird von einer fortlaufenden Kombination ergänzt.
Vorläufige WW-Kennzeichen
Vorläufige französische Zulassungen sind häufig an der Buchstabengruppe WW zu erkennen. Sie werden unter anderem eingesetzt, wenn die endgültige Zulassung eines Fahrzeugs noch nicht abgeschlossen ist.
WW-Kennzeichen können beispielsweise bei folgenden Situationen vorkommen:
- Import eines Fahrzeugs nach Frankreich,
- noch nicht abgeschlossene Zulassungsunterlagen,
- Fahrzeuge mit ausländischen Dokumenten,
- Überführung vor Erteilung der endgültigen SIV-Zulassung.
Ein WW-Kennzeichen ist nur für einen begrenzten Zeitraum gültig. Die zulässige Verwendung im Ausland kann von den Regeln und der Anerkennung im jeweiligen Staat abhängen.
Rote französische Kennzeichen
Bestimmte französische Fahrzeuge können ein Kennzeichen mit rotem Hintergrund und heller Schrift tragen. Dabei handelt es sich nicht einfach um ein allgemeines Kurzzeitkennzeichen nach deutschem Vorbild.
Solche Schilder werden insbesondere bei Fahrzeugen verwendet, die unter besonderen steuerlichen oder zollrechtlichen Bedingungen vorübergehend in Frankreich zugelassen sind. Häufig betrifft dies Personen, die ihren gewöhnlichen Wohnsitz außerhalb Frankreichs haben und ein Fahrzeug zeitlich begrenzt in Frankreich oder Europa nutzen.
Am rechten Rand kann ein Ablaufdatum angegeben sein. Dieses zeigt Monat und Jahr, bis zu denen die besondere Zulassung gültig ist.
Besondere Kennzeichen im Pays de Gex und in Teilen Hochsavoyens
Historisch bestanden in bestimmten Grenzgebieten besondere zollrechtliche Regelungen. Dazu gehörten das Pays de Gex im Département Ain sowie bestimmte Bereiche des Départements Haute-Savoie.
Fahrzeuge aus diesen Gebieten konnten besondere rote Kennzeichen tragen. Solche Regelungen sind von gewöhnlichen SIV-Zulassungen und von roten Transitkennzeichen zu unterscheiden.
Da sich zoll- und steuerrechtliche Voraussetzungen ändern können, lässt sich aus einem roten Kennzeichen allein nicht immer eindeutig der genaue Zulassungsstatus ableiten.
Oldtimer-Kennzeichen in Frankreich
Historische Fahrzeuge können in Frankreich unter bestimmten Voraussetzungen den Status véhicule de collection erhalten. Dieser wird in der französischen Zulassungsbescheinigung eingetragen.
Für entsprechend anerkannte Oldtimer sind schwarze Kennzeichenschilder mit heller beziehungsweise silberfarbener Beschriftung möglich. Sie orientieren sich optisch an historischen französischen Nummernschildern.
Bei diesen schwarzen Oldtimer-Kennzeichen können das blaue Eurofeld und die regionale Kennzeichnung entfallen. Die amtlich vergebene SIV-Nummer bleibt jedoch gültig und wird auf dem historischen Schild dargestellt.
Nicht jedes ältere Fahrzeug darf automatisch schwarze Kennzeichen verwenden. Entscheidend ist der anerkannte historische Status in den Fahrzeugpapieren.
Welche Fahrzeuge gelten in Frankreich als Oldtimer?
Für die Anerkennung als historisches Sammlerfahrzeug müssen grundsätzlich bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört insbesondere, dass das Fahrzeug:
- ein entsprechendes Mindestalter erreicht hat,
- nicht mehr regulär produziert wird,
- weitgehend seinem historischen Originalzustand entspricht,
- keine wesentlichen technischen Veränderungen aufweist.
Die Oldtimerzulassung ist freiwillig. Ein älteres Fahrzeug kann daher unter Umständen weiterhin mit einer gewöhnlichen Zulassung und regulären weißen Kennzeichen genutzt werden.
Kennzeichen für Anhänger
Ob ein Anhänger in Frankreich ein eigenes Kennzeichen benötigt, hängt insbesondere von seinem zulässigen Gesamtgewicht und seiner Zulassung ab.
Kleinere Anhänger können unter bestimmten Voraussetzungen das Kennzeichen des Zugfahrzeugs tragen. Zulassungspflichtige Anhänger erhalten dagegen eine eigene SIV-Nummer und eine eigene Zulassungsbescheinigung.
Bei Fahrten mit einem französischen Gespann sollte deshalb geprüft werden, ob das Kennzeichen zum Zugfahrzeug oder zum Anhänger gehört.
Französische Überseegebiete und ihre Kennzeichen

Frankreich verfügt über mehrere Übersee-Départements und Überseegebiete. Die verwendeten Zulassungssysteme unterscheiden sich je nach rechtlichem Status des jeweiligen Gebiets.
In den französischen Übersee-Départements und -Regionen wird grundsätzlich das französische SIV-System verwendet. Dazu gehören:
- Guadeloupe,
- Martinique,
- Französisch-Guayana,
- Réunion,
- Mayotte.
Die Départementnummern dieser Gebiete sind dreistellig:
- 971 – Guadeloupe,
- 972 – Martinique,
- 973 – Französisch-Guayana,
- 974 – Réunion,
- 976 – Mayotte.
Andere französische Überseegebiete besitzen teilweise eigene Kennzeichensysteme. Dazu gehören beispielsweise Französisch-Polynesien, Neukaledonien, Saint-Pierre und Miquelon sowie Wallis und Futuna.
Kennzeichen in Französisch-Polynesien
Französisch-Polynesien verwendet ein eigenes Zulassungssystem. Die Kennzeichen bestehen typischerweise aus einer Zahlenkombination und dem Buchstaben P. Ein EU-Feld ist normalerweise nicht vorhanden.
Kennzeichen in Neukaledonien
Neukaledonische Autokennzeichen enthalten eine fortlaufende Zahlenkombination und die Buchstaben NC. Auch hier wird üblicherweise kein europäischer Eurostreifen verwendet.
Kennzeichen auf Saint-Pierre und Miquelon
Auf Saint-Pierre und Miquelon werden eigene Kombinationen verwendet, die das Kürzel SPM enthalten können. Gestaltung und Aufbau unterscheiden sich von den SIV-Kennzeichen des französischen Mutterlandes.
Kennzeichen auf Wallis und Futuna
Die Nummernschilder von Wallis und Futuna können eine Zahlenfolge und das Kürzel WF tragen. Ein blaues EU-Feld gehört normalerweise nicht zur Gestaltung.
Kennzeichen auf Saint-Barthélemy und Saint-Martin
Saint-Barthélemy und der französische Teil von Saint-Martin verfügen aufgrund ihres besonderen Status über eigene beziehungsweise abweichende Zulassungsregelungen. Die Kennzeichen können sich daher im Aufbau von den französischen SIV-Schildern unterscheiden.
Das frühere französische FNI-System
Vor Einführung des SIV-Systems wurden französische Fahrzeuge nach dem FNI-System zugelassen. Die Nummern waren an das zuständige Département gebunden.
Der übliche Aufbau bestand aus:
- einer bis vier Ziffern,
- einem bis drei Buchstaben,
- der Nummer des Départements.
Ein Fahrzeug aus Paris konnte beispielsweise die Kombination 1234 AB 75 tragen. Beim Umzug in ein anderes Département oder beim Verkauf in eine andere Region konnte eine neue Kennzeichennummer erforderlich werden.
Das heutige SIV-System vermeidet solche Änderungen. Die einmal vergebene Nummer bleibt grundsätzlich während der gesamten Zulassungsdauer beim Fahrzeug.
Départementnummern auf französischen Autokennzeichen
Die Nummer im rechten blauen Feld eines aktuellen französischen Kennzeichens steht für eines der französischen Départements. Sie kann vom Fahrzeughalter frei ausgewählt werden und erlaubt daher keine zuverlässige Aussage über den Wohnort oder den tatsächlichen Zulassungsort.
Bei alten FNI-Kennzeichen war das anders: Dort war die Départementnummer Bestandteil der amtlichen Zulassungsnummer und zeigte das zuständige Zulassungsgebiet an.
| Nummer | Département |
|---|---|
| 01 | Ain |
| 02 | Aisne |
| 03 | Allier |
| 04 | Alpes-de-Haute-Provence |
| 05 | Hautes-Alpes |
| 06 | Alpes-Maritimes |
| 07 | Ardèche |
| 08 | Ardennes |
| 09 | Ariège |
| 10 | Aube |
| 11 | Aude |
| 12 | Aveyron |
| 13 | Bouches-du-Rhône |
| 14 | Calvados |
| 15 | Cantal |
| 16 | Charente |
| 17 | Charente-Maritime |
| 18 | Cher |
| 19 | Corrèze |
| 2A | Corse-du-Sud |
| 2B | Haute-Corse |
| 21 | Côte-d’Or |
| 22 | Côtes-d’Armor |
| 23 | Creuse |
| 24 | Dordogne |
| 25 | Doubs |
| 26 | Drôme |
| 27 | Eure |
| 28 | Eure-et-Loir |
| 29 | Finistère |
| 30 | Gard |
| 31 | Haute-Garonne |
| 32 | Gers |
| 33 | Gironde |
| 34 | Hérault |
| 35 | Ille-et-Vilaine |
| 36 | Indre |
| 37 | Indre-et-Loire |
| 38 | Isère |
| 39 | Jura |
| 40 | Landes |
| 41 | Loir-et-Cher |
| 42 | Loire |
| 43 | Haute-Loire |
| 44 | Loire-Atlantique |
| 45 | Loiret |
| 46 | Lot |
| 47 | Lot-et-Garonne |
| 48 | Lozère |
| 49 | Maine-et-Loire |
| 50 | Manche |
| 51 | Marne |
| 52 | Haute-Marne |
| 53 | Mayenne |
| 54 | Meurthe-et-Moselle |
| 55 | Meuse |
| 56 | Morbihan |
| 57 | Moselle |
| 58 | Nièvre |
| 59 | Nord |
| 60 | Oise |
| 61 | Orne |
| 62 | Pas-de-Calais |
| 63 | Puy-de-Dôme |
| 64 | Pyrénées-Atlantiques |
| 65 | Hautes-Pyrénées |
| 66 | Pyrénées-Orientales |
| 67 | Bas-Rhin |
| 68 | Haut-Rhin |
| 69 | Rhône |
| 70 | Haute-Saône |
| 71 | Saône-et-Loire |
| 72 | Sarthe |
| 73 | Savoie |
| 74 | Haute-Savoie |
| 75 | Paris |
| 76 | Seine-Maritime |
| 77 | Seine-et-Marne |
| 78 | Yvelines |
| 79 | Deux-Sèvres |
| 80 | Somme |
| 81 | Tarn |
| 82 | Tarn-et-Garonne |
| 83 | Var |
| 84 | Vaucluse |
| 85 | Vendée |
| 86 | Vienne |
| 87 | Haute-Vienne |
| 88 | Vosges |
| 89 | Yonne |
| 90 | Territoire de Belfort |
| 91 | Essonne |
| 92 | Hauts-de-Seine |
| 93 | Seine-Saint-Denis |
| 94 | Val-de-Marne |
| 95 | Val-d’Oise |
| 971 | Guadeloupe |
| 972 | Martinique |
| 973 | Französisch-Guayana |
| 974 | Réunion |
| 976 | Mayotte |
Warum fehlt die Départementnummer 20?
Die Nummer 20 wurde ursprünglich für das gesamte Département Korsika verwendet. Seit der Teilung Korsikas im Jahr 1976 werden stattdessen die Kennzeichnungen 2A für Corse-du-Sud und 2B für Haute-Corse genutzt.
Bei der maschinellen Verwaltung können den beiden korsischen Départements teilweise auch numerische Verwaltungscodes zugeordnet werden. Auf Fahrzeugkennzeichen sind jedoch vor allem 2A und 2B bekannt.
Kann man am französischen Kennzeichen den Wohnort erkennen?
Bei einem aktuellen SIV-Kennzeichen lässt sich der Wohnort des Halters nicht zuverlässig erkennen. Die regionale Nummer auf der rechten Seite darf frei gewählt werden.
Auch die Buchstaben und Zahlen der eigentlichen Zulassungsnummer enthalten keinen öffentlich erkennbaren Ortscode. Sie werden zentral und fortlaufend vergeben.
Nur bei einem alten FNI-Kennzeichen weist die letzte Zahl auf das früher zuständige Département hin.
Kann man in Frankreich ein Wunschkennzeichen bekommen?
Ein mit Deutschland vergleichbares Wunschkennzeichen gibt es in Frankreich normalerweise nicht. Die SIV-Kombination wird automatisch vergeben und kann nicht nach persönlichen Initialen, Geburtsdaten oder anderen Wünschen ausgewählt werden.
Frei wählbar ist lediglich die regionale Kennzeichnung am rechten Rand. Dadurch können Fahrzeughalter ihre Verbundenheit mit einem bestimmten Département oder einer Region zeigen.
Darf ein französisches Kennzeichen verändert werden?
Amtliche Autokennzeichen dürfen nicht beliebig verändert werden. Unzulässig können insbesondere sein:
- andere Schriftarten oder Zeichenformen,
- das Überkleben der Départementnummer,
- nicht genehmigte Logos,
- farbige Abdeckungen oder Folien,
- schlecht lesbare oder beschädigte Schilder,
- eine veränderte Anordnung der Buchstaben und Zahlen.
Auch die regionale Kennzeichnung sollte nicht mit einem Aufkleber ausgetauscht werden. Für eine andere Départementnummer müssen neue, vorschriftsmäßige Schilder angefertigt werden.
Was bedeutet „plaque minéralogique“?
Neben der heute üblichen Bezeichnung plaque d’immatriculation wird in Frankreich gelegentlich noch der Ausdruck plaque minéralogique verwendet.
Der historische Begriff geht darauf zurück, dass die frühen Zulassungsaufgaben mit der französischen Bergbau- und Minenverwaltung verbunden waren. Im heutigen Alltag ist jedoch plaque d’immatriculation die geläufigere Bezeichnung für ein Nummernschild.
Geschichte der Autokennzeichen in Frankreich
Frankreich gehört zu den ersten Ländern, die ein systematisches Verfahren zur Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen einführten. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden amtliche Nummern vergeben.
Im Laufe der Zeit gab es mehrere Systeme:
- frühe regionale Nummerierungen ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts,
- das 1950 eingeführte FNI-System mit Départementkennung,
- das seit 2009 geltende zentrale SIV-System.
Der Wechsel zum SIV-System vereinfachte die Verwaltung erheblich. Eine Zulassungsnummer muss bei einem Umzug oder einem Verkauf innerhalb Frankreichs normalerweise nicht mehr geändert werden.
Häufige Fragen zu französischen Autokennzeichen
Welches Kennzeichen steht für Frankreich?
Das internationale Kfz-Länderkennzeichen von Frankreich lautet F. Es befindet sich bei modernen Nummernschildern im blauen Eurofeld auf der linken Seite.
Wie sieht ein französisches Kennzeichen aus?
Ein normales französisches Autokennzeichen besitzt einen weißen Hintergrund, schwarze Zeichen und eine Kombination nach dem Muster AB-123-CD. Links befindet sich das Eurofeld mit dem Buchstaben F, rechts eine Départementnummer mit Regionslogo.
Was bedeutet die Zahl rechts auf dem Kennzeichen?
Die Zahl im rechten blauen Feld steht für ein französisches Département. Sie kann frei gewählt werden und zeigt daher nicht zwingend den Wohn- oder Zulassungsort des Halters.
Bleibt das Kennzeichen beim Verkauf am Fahrzeug?
Ja. Eine SIV-Zulassungsnummer ist grundsätzlich dauerhaft dem Fahrzeug zugeteilt. Bei einem Verkauf innerhalb Frankreichs bleibt sie normalerweise erhalten.
Warum haben manche französischen Autos gelbe Kennzeichen?
Vor Einführung des SIV-Systems waren gelbe hintere Kennzeichen in Frankreich üblich. Ältere Fahrzeuge mit weiterhin gültigen FNI-Zulassungen können deshalb noch ein gelbes Nummernschild am Heck tragen.
Was bedeutet ein schwarzes französisches Kennzeichen?
Schwarze Nummernschilder mit heller Schrift werden vor allem bei anerkannten historischen Fahrzeugen verwendet. Das Fahrzeug muss dafür die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen und als Sammlerfahrzeug eingetragen sein.
Was bedeutet WW auf einem französischen Kennzeichen?
Die Buchstabengruppe WW weist auf eine vorläufige Zulassung hin. Solche Kennzeichen werden beispielsweise bei importierten Fahrzeugen verwendet, deren endgültige französische Registrierung noch nicht abgeschlossen ist.
Kann man das Département nach einem Umzug behalten?
Ja. Die Départementnummer ist nicht an den Wohnort gebunden. Sie kann auch nach einem Umzug beibehalten werden.
Fazit
Französische Autokennzeichen folgen seit 2009 dem landesweit einheitlichen SIV-System. Die eigentliche Zulassungsnummer besteht aus zwei Buchstaben, drei Ziffern und zwei weiteren Buchstaben, beispielsweise AB-123-CD.
Die Nummer wird einem Fahrzeug dauerhaft zugeordnet und ändert sich normalerweise weder bei einem Umzug noch bei einem Halterwechsel. Die Départementnummer am rechten Rand kann frei gewählt werden und ist deshalb kein zuverlässiger Hinweis auf den Wohnort.
Neben den gewöhnlichen weißen Nummernschildern gibt es besondere Kennzeichen für Diplomaten, Händler, vorläufig zugelassene Fahrzeuge und anerkannte Oldtimer. In einigen französischen Überseegebieten gelten außerdem eigene Zulassungssysteme.
Vielleicht kann jemand anhand des Kennzeichens die Herkunft meines Motorrades erklären. Das Motorrad ist allerdings Baujahr 1928 und ich weiß nicht wie alt das Kennzeichen ist.
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