Sie haben ein österreichisches Autokennzeichen gesehen und möchten herausfinden, aus welcher Stadt oder welchem Bezirk es stammt? Geben Sie das Kennzeichenkürzel einfach in unsere Suche ein:
Österreichische Kennzeichen beginnen mit einem Unterscheidungszeichen aus einem oder zwei Buchstaben. Dieses bezeichnet die zuständige Zulassungsbehörde, beispielsweise eine Landeshauptstadt, Statutarstadt oder Bezirkshauptmannschaft.
Darauf folgen das Landeswappen und das sogenannte Vormerkzeichen aus Ziffern und Buchstaben. Ein typisches Kennzeichen lautet beispielsweise:
W 12345 A
- W steht für Wien.
- Danach folgt das Wiener Landeswappen.
- 12345 A ist das individuelle Vormerkzeichen.
Seit dem 1. November 2002 werden bei Neuausstellungen ausschließlich Kennzeichentafeln mit blauem EU-Feld ausgegeben. Darin befinden sich die europäischen Sterne und das internationale Länderkennzeichen A für Austria beziehungsweise Österreich.
Österreichische Autokennzeichen auf einen Blick
| Merkmal | Bedeutung |
|---|---|
| Internationales Länderkennzeichen | A |
| Unterscheidungszeichen | 1 oder 2 Buchstaben für die Zulassungsbehörde |
| Trennzeichen | Wappen des jeweiligen Bundeslandes |
| Vormerkzeichen | Kombination aus Ziffern und Buchstaben |
| Standardfarbe | Schwarze Zeichen auf weißem Grund |
| Rand | Rot-weiß-rote Streifen oben und unten |
| EU-Feld | Blaues Feld mit EU-Sternen und A |
| Grüne Schrift | Reines Elektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug |
| Blaue Tafel | Probefahrtkennzeichen |
| Grüne Tafel | Überstellungskennzeichen |
Wie ist ein österreichisches Kennzeichen aufgebaut?
Ein reguläres Kennzeichen besteht aus drei Bereichen:
- Unterscheidungszeichen: Ein oder zwei Buchstaben für die Zulassungsbehörde.
- Landeswappen: Das Wappen des Bundeslandes, in dem die Zulassungsbehörde liegt.
- Vormerkzeichen: Eine fortlaufend vergebene Kombination aus Zahlen und Buchstaben.
Landeshauptstädte besitzen in der Regel nur einen Buchstaben:
- W – Wien
- G – Graz
- L – Linz
- S – Salzburg
- I – Innsbruck
- K – Klagenfurt am Wörthersee
- B – Bregenz
- E – Eisenstadt und Rust
- P – St. Pölten
Die meisten Bezirke und übrigen Statutarstädte verwenden zwei Buchstaben, beispielsweise AM für Amstetten, MD für Mödling oder VB für Vöcklabruck.
Was bedeutet das Vormerkzeichen?
Das Vormerkzeichen ist die individuelle Buchstaben- und Zahlenkombination rechts neben dem Landeswappen. Bei normalen Kennzeichen beginnt es grundsätzlich mit einer Ziffer und endet mit einem Buchstaben.
Beispiele für mögliche reguläre Kennzeichen sind:
- W 12345 A
- GM 123 AB
- IL 1234 A
Die genaue Länge hängt unter anderem vom Unterscheidungszeichen, vom Fahrzeugtyp und vom Kennzeichenformat ab. Wien verfügt aufgrund des einstelligen Unterscheidungszeichens über mehr verfügbare Stellen.
Die Umlaute Ä, Ö und Ü werden nicht verwendet. Eine führende Null im Zahlenblock ist bei regulären Vormerkzeichen nicht vorgesehen.
Landeswappen auf österreichischen Kennzeichen
Zwischen dem Behördenkürzel und dem Vormerkzeichen befindet sich das farbige Wappen des jeweiligen Bundeslandes. Unterhalb des Wappens steht der Name des Bundeslandes.
Bei bestimmten Kennzeichen des Bundes wird anstelle des Landeswappens das österreichische Bundeswappen verwendet. Diplomatische Kennzeichen besitzen teilweise eine abweichende Gestaltung.
EU-Kennzeichen in Österreich
Seit dem 1. November 2002 werden neue österreichische Kennzeichentafeln ausschließlich mit EU-Feld ausgegeben. Alte weiße Kennzeichen ohne blaues Feld bleiben grundsätzlich gültig und müssen nicht allein wegen des fehlenden EU-Feldes ausgetauscht werden.
Bei einem Fahrzeugwechsel werden ältere Tafeln ohne EU-Feld jedoch gegen aktuelle Tafeln mit EU-Symbol ausgetauscht.
Durch das integrierte Länderkennzeichen A ist bei Fahrten innerhalb vieler europäischer Staaten kein zusätzlicher ovaler A-Aufkleber erforderlich.
Wie viele Fahrzeuge sind in Österreich zugelassen?
Am 31. Dezember 2025 waren in Österreich rund 7,51 Millionen Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen. Darunter befanden sich etwa 5,29 Millionen Pkw.
Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen durchschnittlich 573 Personenkraftwagen.
Kennzeichenformate in Österreich
Österreich verwendet abhängig vom Fahrzeug und von der vorhandenen Montagefläche unterschiedliche Tafelformate.
| Kennzeichenart | Ungefähres Format |
|---|---|
| Einzeiliges Pkw- und Lkw-Kennzeichen | 520 × 110 mm |
| Zweizeiliges Kennzeichen | 300 × 200 mm |
| Motorradkennzeichen, aktuelles kompaktes Format | 210 × 170 mm |
| Größeres Motorradkennzeichen | 250 × 200 mm |
| Motorfahrradkennzeichen | etwa 150 × 115 mm, fünfeckig |
Welche Größe verwendet werden darf, richtet sich nach der Fahrzeugart, der Genehmigung und der baulich vorgesehenen Befestigungsstelle.
E-Kennzeichen mit grüner Schrift
Seit 2017 können bestimmte Fahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb oder Brennstoffzellenantrieb Kennzeichentafeln mit grüner Schrift und grünem Rand auf weißem Grund erhalten.
Die regionale Buchstaben- und Zahlenkombination entspricht grundsätzlich einem normalen Kennzeichen. Der Unterschied besteht in der grünen statt schwarzen Beschriftung.
Plug-in-Hybridfahrzeuge erhalten in Österreich normalerweise keine grünen Kennzeichentafeln. Die grüne Schrift ist auf Fahrzeuge ohne unmittelbare CO₂-Emissionen während des Fahrbetriebs beschränkt.
Je nach Gemeinde können an das grüne Kennzeichen bestimmte Vorteile geknüpft sein, beispielsweise Ausnahmen bei Parkgebühren. Es gibt jedoch keine österreichweit einheitliche automatische Parkerlaubnis.
Alle aktuellen Bezirkskürzel in Österreich

Burgenland
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| E | Eisenstadt und Rust |
| EU | Eisenstadt-Umgebung |
| GS | Güssing |
| JE | Jennersdorf |
| MA | Mattersburg |
| ND | Neusiedl am See |
| OP | Oberpullendorf |
| OW | Oberwart |
Kärnten
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| FE | Feldkirchen |
| HE | Hermagor |
| K | Klagenfurt am Wörthersee |
| KL | Klagenfurt-Land |
| SP | Spittal an der Drau |
| SV | St. Veit an der Glan |
| VI | Villach |
| VK | Völkermarkt |
| VL | Villach-Land |
| WO | Wolfsberg |
Niederösterreich
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| AM | Amstetten |
| BL | Bruck an der Leitha |
| BN | Baden |
| GF | Gänserndorf |
| GD | Gmünd |
| HL | Hollabrunn |
| HO | Horn |
| KO | Korneuburg |
| KR | Krems-Land |
| KS | Krems an der Donau |
| LF | Lilienfeld |
| MD | Mödling |
| ME | Melk |
| MI | Mistelbach |
| NK | Neunkirchen |
| P | St. Pölten |
| PL | St. Pölten-Land |
| SB | Scheibbs |
| SW | Schwechat |
| TU | Tulln |
| WB | Wiener Neustadt-Land |
| WN | Wiener Neustadt |
| WT | Waidhofen an der Thaya |
| WY | Waidhofen an der Ybbs |
| ZT | Zwettl |
WU für Wien-Umgebung wird seit der Auflösung des Bezirks Ende 2016 nicht mehr neu vergeben. Bereits ausgegebene Kennzeichen können weiterhin im Straßenverkehr vorkommen.
Oberösterreich
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| BR | Braunau am Inn |
| EF | Eferding |
| FR | Freistadt |
| GM | Gmunden |
| GR | Grieskirchen |
| KI | Kirchdorf an der Krems |
| L | Linz |
| LL | Linz-Land |
| PE | Perg |
| RI | Ried im Innkreis |
| RO | Rohrbach |
| SD | Schärding |
| SE | Steyr-Land |
| SR | Steyr |
| UU | Urfahr-Umgebung |
| VB | Vöcklabruck |
| WE | Wels |
| WL | Wels-Land |
Salzburg
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| HA | Hallein |
| JO | St. Johann im Pongau |
| S | Salzburg |
| SL | Salzburg-Umgebung |
| TA | Tamsweg |
| ZE | Zell am See |
Steiermark
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| BM | Bruck-Mürzzuschlag |
| DL | Deutschlandsberg |
| G | Graz |
| GB | Politische Expositur Gröbming |
| GU | Graz-Umgebung |
| HF | Hartberg-Fürstenfeld |
| LB | Leibnitz |
| LE | Leoben |
| LI | Liezen |
| MT | Murtal |
| MU | Murau |
| SO | Südoststeiermark |
| VO | Voitsberg |
| WZ | Weiz |
Ältere Kürzel wie BA für Bad Aussee, FB für Feldbach, FF für Fürstenfeld, HB für Hartberg, JU für Judenburg, KF für Knittelfeld, MZ für Mürzzuschlag und RA für Radkersburg werden nicht mehr regulär neu ausgegeben. Sie können jedoch noch an zugelassenen Fahrzeugen zu sehen sein.
Tirol
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| I | Innsbruck |
| IL | Innsbruck-Land |
| IM | Imst |
| KB | Kitzbühel |
| KU | Kufstein |
| LA | Landeck |
| LZ | Lienz |
| RE | Reutte |
| SZ | Schwaz |
Vorarlberg
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| B | Bregenz |
| BZ | Bludenz |
| DO | Dornbirn |
| FK | Feldkirch |
Wien
| Kürzel | Zulassungsbezirk |
|---|---|
| W | Wien |
Sonderkennzeichen des Bundes und der Behörden
Neben den regionalen Kennzeichen existieren besondere Kürzel für Bundesorgane, Behörden und Einsatzorganisationen.
| Kürzel | Bedeutung |
|---|---|
| A | Oberste Organe der Republik |
| BH | Bundesheer |
| BP | Bundespolizei |
| FV | Finanzverwaltung |
| JW | Justizwache |
Das Kennzeichen A ist unter anderem für bestimmte Dienstfahrzeuge des Bundespräsidenten, der Bundesregierung, der Präsidenten des National- und Bundesrates sowie weiterer oberster Organe vorgesehen.
Frühere Kürzel wie BG für Bundesgendarmerie, PT für Post- und Telegraphenverwaltung oder ZW für Zollwache werden nicht mehr regulär neu vergeben, können aber noch auf älteren Fahrzeugen beziehungsweise historischen Aufnahmen vorkommen.
Polizeikennzeichen
Fahrzeuge der österreichischen Bundespolizei tragen das Unterscheidungszeichen BP. Darauf folgt eine mehrstellige Zahl.
Die erste Ziffer kann auf die zuständige Landespolizeidirektion hinweisen:
- 1 – Burgenland
- 2 – Kärnten
- 3 – Niederösterreich
- 4 – Oberösterreich
- 5 – Salzburg
- 6 – Steiermark
- 7 – Tirol
- 8 – Vorarlberg
- 9 – Wien
Ein Polizeikennzeichen aus Wien kann somit beispielsweise mit BP 9 beginnen.
Diplomaten- und Konsularkennzeichen
Diplomatische und konsularische Fahrzeuge verwenden besondere Kennzeichen. Typische Kennungen sind eine Kombination aus dem Buchstaben des Bundeslandes und:
- D für diplomatische Vertretungen
- K für konsularische Vertretungen
Beispiele sind:
- WD – diplomatisches Korps in Wien
- WK – konsularisches Korps in Wien
- KD – diplomatisches Korps in Kärnten
- TD – diplomatisches Korps in Tirol
Bei diesen Tafeln folgen auf das Unterscheidungszeichen überwiegend Ziffern. Die Gestaltung kann von regulären Bezirkskennzeichen abweichen.
Wunschkennzeichen in Österreich
In Österreich können seit 1990 Wunschkennzeichen beantragt werden.
Das Wunschkennzeichen beginnt mit dem normalen Kürzel der Zulassungsbehörde und dem Landeswappen. Rechts davon folgt die frei gewählte Buchstaben- und Zahlenkombination.
Anders als beim normalen Vormerkzeichen muss die Wunschkombination:
- mit einem Buchstaben beginnen,
- mit einer Ziffer enden,
- aus einem zusammenhängenden Buchstabenblock und einem anschließenden Zahlenblock bestehen.
Je nach Kennzeichenformat und Länge des Behördenkürzels stehen drei bis sechs frei wählbare Zeichen zur Verfügung.
Beispiele:
- W AUTO 1
- GM AB 123
- I TIROL 1
Unzulässig sind Kombinationen, die gegen die öffentliche Ordnung oder die guten Sitten verstoßen. Dazu zählen insbesondere nationalsozialistische, extremistische, beleidigende oder diskriminierende Inhalte.
Was kostet ein Wunschkennzeichen?
Für die Bewilligung eines Wunschkennzeichens fallen aktuell insgesamt 235 Euro an. Darin enthalten sind:
- 200 Euro für den Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds,
- 14 Euro Verwaltungskosten,
- 21 Euro Antragskosten.
Bei der Abholung kommen für einen Pkw-Kennzeichensatz derzeit weitere 23 Euro hinzu. Je nach Vorgang können zusätzliche Kosten, beispielsweise für eine neue Begutachtungsplakette oder einen Scheckkartenzulassungsschein, entstehen.
Das Wunschkennzeichen gilt für 15 Jahre. Die Verlängerung um weitere 15 Jahre kostet derzeit insgesamt 214 Euro zuzüglich eventuell benötigter neuer Tafeln.
Ein Wunschkennzeichen ist ein persönliches Recht und kann grundsätzlich nicht verkauft, verschenkt oder auf eine andere Person übertragen werden. Bei einem Umzug in den Zuständigkeitsbereich einer anderen Zulassungsbehörde kann es ebenfalls nicht weitergeführt werden.
Wechselkennzeichen
Ein Wechselkennzeichen kann in Österreich für bis zu drei Fahrzeuge verwendet werden.
Dafür müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Die Fahrzeuge müssen derselben Obergruppe angehören, beispielsweise Kraftwagen oder Krafträder.
- Auf allen Fahrzeugen muss dasselbe Kennzeichentafelformat verwendet werden können.
- Alle Fahrzeuge müssen in der Versicherungsbestätigung aufgeführt sein.
Das Kennzeichen darf immer nur an einem der zugelassenen Fahrzeuge angebracht sein. Nur dieses Fahrzeug darf aktuell auf öffentlichen Straßen verwendet oder abgestellt werden.
Für jedes Fahrzeug wird ein eigener Zulassungsschein ausgestellt. Die Kennzeichentafeln gibt es jedoch nur einmal.
Eine digitale Vignette ist an das Wechselkennzeichen gebunden und kann daher für alle darunter zugelassenen Fahrzeuge gelten. Eine Klebevignette ist dagegen an das einzelne Fahrzeug gebunden.
Probefahrtkennzeichen
Österreichische Probefahrtkennzeichen besitzen einen blauen Grund mit weißer Schrift. Sie werden umgangssprachlich häufig als blaue Tafeln bezeichnet.
Sie sind insbesondere für folgende berechtigte Betriebe vorgesehen:
- Kfz-Händler
- Werkstätten
- Fahrzeughersteller
- Prüf- und Forschungsbetriebe
Probefahrtkennzeichen dürfen nur für gesetzlich erlaubte Probe-, Prüf- und Überführungsfahrten verwendet werden. Sie sind nicht mit den grünen Überstellungskennzeichen zu verwechseln.
Die Anerkennung österreichischer Probefahrtkennzeichen im Ausland ist nicht überall einheitlich. Vor einer grenzüberschreitenden Fahrt sollten deshalb die aktuellen Vorschriften des Ziellandes geprüft werden.
Überstellungskennzeichen
Überstellungskennzeichen besitzen einen grünen Grund mit weißer Schrift. Sie werden verwendet, wenn ein nicht regulär zugelassenes Fahrzeug an einen anderen Ort überführt werden soll.
Ein österreichisches Überstellungskennzeichen wird für höchstens 21 Tage ausgegeben. Für den gesamten Nutzungszeitraum muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung bestehen.
Es kann beispielsweise eingesetzt werden:
- für die Überstellung nach dem Fahrzeugkauf,
- für die Fahrt zu einem anderen Zulassungsort,
- für bestimmte Überstellungen ins Ausland.
Kennzeichen für vorübergehende Zulassungen
Kennzeichen für eine vorübergehende Zulassung besitzen einen blauen Grund und eine besondere zeitliche Kennzeichnung am rechten Rand.
Sie kommen insbesondere für Personen oder Unternehmen infrage, die keinen dauerhaften Hauptwohnsitz beziehungsweise Sitz in Österreich besitzen und ein Fahrzeug nur zeitlich befristet zulassen.
Sie sind nicht mit dem blauen Probefahrtkennzeichen eines Kfz-Betriebs gleichzusetzen.
Rote Kennzeichentafeln
Rote Kennzeichentafeln mit weißer Schrift werden in Österreich unter anderem für besondere Anhängerfälle verwendet.
Eine rote Wiederholungstafel kann beispielsweise erforderlich sein, wenn:
- ein ausländischer Anhänger von einem österreichischen Zugfahrzeug gezogen wird,
- ein im Ausland zu verwendender Anhänger kein eigenes reguläres Kennzeichen besitzt,
- ein Fahrrad-Heckträger das hintere Kennzeichen verdeckt.
Für Fahrrad-Heckträger kann eine zusätzliche rote Kennzeichentafel mit derselben Zeichenkombination wie am Zugfahrzeug beantragt werden.
Alternativ darf das hintere reguläre Kennzeichen unter den gesetzlichen Voraussetzungen vom Fahrzeug auf den Fahrradträger umgesetzt werden, wenn dort eine geeignete Halterung und Beleuchtung vorhanden sind.
Da rote österreichische Wiederholungstafeln nicht in jedem Ausland gleichermaßen anerkannt werden, sollte vor einer Reise geprüft werden, welche Regel im jeweiligen Zielland gilt.
Mopedkennzeichen
Motorfahrräder beziehungsweise Mopeds tragen in Österreich eine kleine fünfeckige Kennzeichentafel am Heck.
Bei herkömmlichem Antrieb besitzt sie einen roten Grund mit weißer Schrift. Elektrisch angetriebene Motorfahrräder können eine entsprechende Ausführung mit weißem Grund und grüner Schrift tragen.
Auch leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge können je nach Fahrzeugklasse eine vergleichbare kleine Kennzeichentafel verwenden.
Kennzeichen richtig anbringen
Österreichische Kennzeichentafeln gelten als öffentliche Urkunden. Sie dürfen weder verändert noch so angebracht werden, dass sie ganz oder teilweise unleserlich sind.
Unzulässig sind insbesondere:
- Abdeckungen aus durchsichtigem oder undurchsichtigem Material,
- Folien oder Beschichtungen zur Verhinderung der Lesbarkeit,
- Veränderungen an Buchstaben oder Ziffern,
- Halterungen, Ladung oder Fahrradträger, die das Kennzeichen verdecken.
Auch transparente Schutzabdeckungen dürfen die Kennzeichentafel nicht ganz oder teilweise überdecken.
Kennzeichenverlust oder Diebstahl
Geht eine Kennzeichentafel verloren oder wird sie gestohlen, muss unverzüglich eine Anzeige bei der Polizei erfolgen. Spätestens innerhalb einer Woche muss der Verlust beziehungsweise Diebstahl gemeldet sein.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann bis zur Neuausstellung für höchstens eine Woche eine behelfsmäßige Ersatztafel gemeinsam mit der Verlust- oder Diebstahlsanzeige verwendet werden.
Die Kosten für einen neuen Pkw-Kennzeichensatz betragen derzeit 23 Euro.
Kennzeichen hinterlegen
Wer ein Fahrzeug zeitweise nicht benutzen möchte, kann die Kennzeichentafeln bei einer Zulassungsstelle hinterlegen.
Während der Hinterlegung darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen verwendet oder abgestellt werden.
Wurden die Tafeln mindestens 45 Tage hinterlegt, fällt für den entsprechenden Zeitraum grundsätzlich keine Kraftfahrzeugsteuer beziehungsweise motorbezogene Versicherungssteuer an.
Ob und ab wann auch keine Versicherungsprämie mehr zu bezahlen ist, hängt vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab.
Fahrzeugwechsel und Kennzeichenübernahme
In Österreich ist das Kennzeichen stärker an den Zulassungsbesitzer und den Zuständigkeitsbereich der Zulassungsbehörde gebunden als beispielsweise in Großbritannien.
Bei einem Fahrzeugwechsel kann die bisherige Kennzeichenkombination unter bestimmten Voraussetzungen für das neue Fahrzeug weiterverwendet werden, wenn dieselbe Zulassungsbehörde zuständig bleibt.
Ändert sich durch einen Umzug die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde, wird normalerweise ein neues Kennzeichen mit dem neuen Bezirkskürzel erforderlich.
Bei älteren Kennzeichentafeln ohne EU-Feld werden im Rahmen eines Fahrzeugwechsels aktuelle Tafeln mit blauem EU-Feld ausgegeben.
Geschichte der Autokennzeichen in Österreich
Das erste Wiener Kraftfahrzeugkennzeichen soll 1906 mit der Kombination A 1 für Erzherzog Eugen ausgegeben worden sein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verwendete Österreich überwiegend schwarze Kennzeichentafeln mit weißer Schrift. Die regionale Zuordnung erfolgte damals über Landesbuchstaben und Zahlenbereiche.
Ende der 1980er-Jahre wurde das heutige System mit weißem Grund, schwarzer Schrift, rot-weiß-rotem Rand und Landeswappen entwickelt.
- 1989: erste Ausgabe der neuen Kennzeichen in Tirol
- 1990: bundesweite Einführung des heutigen Grundsystems
- 1990: Einführung der Wunschkennzeichen
- 1998: Übertragung vieler Zulassungsaufgaben auf Zulassungsstellen der Versicherungen
- 2002: Einführung des EU-Feldes bei allen neu ausgegebenen Tafeln
- 2017: Einführung der grünen Schrift für emissionsfreie Fahrzeuge
Schwarze Kennzeichentafeln werden seit dem 1. Januar 1990 nicht mehr neu ausgegeben. Alte schwarze Tafeln können unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin an historisch durchgehend zugelassenen Fahrzeugen vorkommen.
Häufige Fragen zu österreichischen Kennzeichen
Welches Land hat das Kennzeichen A?
Das internationale Kfz-Länderkennzeichen A steht für Österreich. Es befindet sich im blauen EU-Feld auf der linken Seite moderner österreichischer Nummernschilder.
Was bedeutet W auf einem österreichischen Kennzeichen?
W steht für Wien. Die Bundeshauptstadt besitzt ein einbuchstabiges Unterscheidungszeichen.
Was bedeutet G auf dem Kennzeichen?
G steht für Graz. Das Kürzel GU bezeichnet dagegen den Bezirk Graz-Umgebung.
Was bedeutet I auf einem Kennzeichen?
I steht für Innsbruck. Das Kürzel IL bezeichnet Innsbruck-Land.
Was bedeutet ein Kennzeichen mit grüner Schrift?
Grüne Schrift und ein grüner Rand kennzeichnen ein Fahrzeug mit reinem Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb.
Was bedeutet ein blaues Kennzeichen?
Eine vollständig blaue Kennzeichentafel mit weißer Schrift ist in der Regel ein Probefahrtkennzeichen. Es wird vor allem von berechtigten Kfz-Betrieben genutzt.
Was bedeutet ein grünes Kennzeichen?
Eine vollständig grüne Tafel mit weißer Schrift ist ein Überstellungskennzeichen. Sie wird zeitlich begrenzt für die Überführung eines Fahrzeugs ausgegeben.
Wie lange gilt ein Überstellungskennzeichen?
Ein österreichisches Überstellungskennzeichen wird für höchstens 21 Tage ausgegeben.
Wie viele Fahrzeuge dürfen ein Wechselkennzeichen nutzen?
Ein Wechselkennzeichen kann für bis zu drei zugelassene Fahrzeuge verwendet werden. Gleichzeitig darf jedoch nur eines davon mit den Kennzeichentafeln benutzt werden.
Wie viel kostet ein Wunschkennzeichen?
Die Bewilligung kostet derzeit insgesamt 235 Euro. Für den Pkw-Kennzeichensatz kommen 23 Euro hinzu. Weitere Kosten können abhängig vom Zulassungsvorgang entstehen.
Wie lange ist ein Wunschkennzeichen gültig?
Ein österreichisches Wunschkennzeichen gilt 15 Jahre. Anschließend kann es für weitere 15 Jahre verlängert werden.
Darf ein Wunschkennzeichen verkauft werden?
Nein. Das Recht auf ein Wunschkennzeichen ist grundsätzlich persönlich und nicht auf eine andere Person übertragbar.
Was bedeutet WU?
WU stand für den früheren Bezirk Wien-Umgebung. Seit dessen Auflösung Ende 2016 wird das Kürzel nicht mehr neu vergeben. Bereits vorhandene Kennzeichen können weiterhin vorkommen.
Warum tragen österreichische Kennzeichen ein Wappen?
Das Wappen zeigt das Bundesland der zuständigen Zulassungsbehörde. Darunter befindet sich die Bezeichnung des Bundeslandes.
Fazit
Österreichische Autokennzeichen bestehen aus einem ein- oder zweistelligen Behördenkürzel, dem Landeswappen und einer individuellen Buchstaben- und Zahlenkombination. Anhand des Kürzels lässt sich meist erkennen, in welcher Stadt oder in welchem Bezirk das Fahrzeug zugelassen wurde.
Neben den regulären weißen Kennzeichen gibt es zahlreiche Sonderformen: grün beschriftete Tafeln für emissionsfreie Fahrzeuge, blaue Probefahrtkennzeichen, grüne Überstellungskennzeichen, rote Wiederholungstafeln, Behördenkennzeichen sowie Wunsch- und Wechselkennzeichen.
Stand: Juli 2026
Hallo zusammen!
Sie dürften sich da geirrt haben: BD – Diplomatisches Korps im Burgenland/Bundesbusdienst von ihnen genannt ist falsch. Das könnte nur BC sein, was das Burgenland betrifft.
◾BD◦Bundesbusdienst – Omnibusse, die im Kraftfahrlinienverkehr der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der Post- und Telegraphenverwaltung benutzt werden.
das autokennzeichen
B ist bregenz in vorarlberg und nicht in burgenland
mfg
SOWAS und NOWAS MUSEUM